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VW 1302 S Rally; Ex Leo Kinnunen

  • Rennfahrer und Besitzer: Leo Kinnunen
  • exzessive Renngeschichte
  • Original Rallye Käfer

Der finnische Volkswagen Importeur Wihuri bot seinen Kunden damals fahrbereite Rallyefahrzeuge an. Einer dieser Kunden war der Rennfahrer Leo Kinnunen.

Nach verschiedenen Erfolgen bei nationalen Sportwagenrennen wurde der Finne Werksfahrer bei Porsche. Von dort ging er zu dem Briten John Wyer, einem erfolgreichen Teamchef im Sportwagenrennsport, für den er 1970 zusammen mit Pedro Rodríguez fuhr. Mit ihrem Porsche 917 wurde das Team 1970 das dominierende Paar in der Weltmeisterschaft. Kinnunen und Rodríguez gewannen das 24-Stunden-Rennen von Daytona, das 1000-km-Rennen von Brands Hatch, das 1000-km-Rennen von Monza und die 1000-km-Rallye von Watkins Glen.

Eine gewisse Berühmtheit erlangte Kinnunen auch durch seine waghalsige Fahrt bei der Targa Florio, ebenfalls 1970, in einem Porsche 908, bei der er mit 33 Minuten und 36 Sekunden die mit Abstand schnellste jemals auf der sizilianischen Strecke gefahrene Runde drehte. Leo Kinnunen war auch der erste Finne, der an einem Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnahm.

Dieser VW 1302 S Rally wurde von Leo Kinnunen für Wihuri bei der Pohjola-Rallye (Nordlicht-Rallye) am 28.11.1971 gefahren. Er belegte mit seinem Beifahrer Atso Aho den ersten Platz. Kurz darauf kaufte er den Wagen, meldete ihn auf seinen Namen mit dem neuen Kennzeichen TCT – 193 an und fuhr damit bei verschiedenen Rallyes, bis er ihn 1978 verkaufte. Der Wagen wechselte dann mehrmals den Besitzer und war bis 2014 im Einsatz und hat eine ununterbrochene Renngeschichte. Er hat FIA-Papiere und ist mit Weber 48 IDA-Vergasern, ZF-Getriebe, Schalensitzen, Überrollkäfig und Eberspächer-Zusatzheizung ausgestattet.

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